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Photo Obrist SA Vevey
Die Weinberge bilden die wirtschaftlichen Stützpfeiler unserer Region schon seit der Römerzeit, und diejenigen der Cure d'Attalens stammen aus dem 12. Jahrhundert. Damals schenkten die Herren von Blonay der freiburger Kirchengemeinde von Attalens ein Weingut in Corsier. Im Jahre 1527 trafen dann die Geistlichen von Freiburg und Vevey ein Abkommen, das für den Preis von 500 Gulden, den Anschluss der Weinberge von Corsier an die Gemeinde von Vevey festlegte. Diese Abmachung dauerte aber nur bis 1536, Jahr indem das Waadtland von den Freiburgern und Bernern erobert wurde. Die berner Regierung teilte das Grundstück der Cure d'Attalens erneut der Kirchengemeinde von Attalens zu, die ihn bis zu den politischen Veränderungen von 1848 behielt.
1849 willigte der Freiburger Staatsrat, damaliger Verwalter der Kirchenbesitztümer, dem Verkauf des Weinguts an Herrn M. J. Caillet aus Vevey ein. Auf ihn folgten mehrere Besitzer bis schliesslich die Firma Obrist & Cie das Weingut am 2. Mai 1896 erwarb.
Diese Angaben beweisen, dass das Weingut der Cure d'Attalens nicht nur seinem letzten Käufer gehört, sondern auch dem geschichtlichen Erbe unserer Region. Nebst den markanten geschichtlichen Daten und Veträgen bilden eine beeindruckende Anzahl von Arbeitsstunden in den Rebbergen, für das Entlauben, Zuschneiden und Grabenziehen, die Basis für das Fortbestehen dieses Weinguts über mehrere Jahrhunderte. Es ist die Frucht einer langen Arbeitstradition, verbunden mit der Leidenschaft von Frauen und Männern für die Weinberge der Cure d'Attalens! Es sind aber auch die Wurzeln eines Grand Crus, der heute bekannt und als Schmuckstück seines Besitzers, der Appellation Chardonne und sogar der Schweizer Weingüter anerkannt ist! |