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Das Jahr im Weinberg |
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Winter Die Rebe legt nach der anstrengenden Zeit des Wachstums und der Fruchtreife eine längere Vegetationspause ein. In kühleren Regionen werden allerdings oft noch im Dezember oder Januar Trauben gelesen (Spätlesen, Eiswein).
Der Rebschnitt bildet die Hauptaufgabe der verschiedenen - im Weinberg durchgeführten Arbeiten - des Winzers während der Wintermonate. Sie erlaubt die Form des Rebstocks zu gestalten für seine gesamte Lebenszeit, die durchschnittlich 30 bis 40 Jahre beträgt. Sie kann jedoch in gewissen Weinbauregionen auch bedeutend höher sein.
Der Winzer bestimmt durch den Rebschnitt die Kriterien für den Anbau, der je nach Rebsorte, Alter der Rebe, und Produktionspotential des Rebstocks variiert, und limitiert beim Rebschnitt die Anzahl «Augen», auch Knospen genannt, pro Rebstock.
Zudem werden in den späten Herbst- und Wintermonaten vor allem strukturelle und organisatorische Arbeiten an den Böden der Weinberge und den Rebkulturen vorgenommen.
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Frühling Während der ersten Frühlingstage spriessen aus den nach dem Winterschnitt verbliebenen Knospen am Rebstock winzige grüne Triebe hervor (der sogenannte «Austrieb»). Dieser Vorgang ist jeweils abhängig vom Wetter, der Rebsorte, dem Zeitpunkt des Rebschnitts sowie von der Kraft des individuellen Rebstocks. Es ist ein wichtiger Moment für die Reben nördlicheren Weinbaugebieten. Spätfrost ist eine der Hauptsorgen des Weinbauern, der die delikaten Austriebe insbesondere früher Rebsorten bedrohen kann.
Ungefähr 8 bis 12 Wochen nach dem Austrieb erfolgt die Blüte, die zwischen sieben bis vierzehn Tage anhält. Winzige Blüten entfalten sich und werden mehr oder weniger vollständig befruchtet. Starker Wind oder nasskaltes Wetter können dieser Entwicklung hinderlich sein. Das Wetter während der Blütezeit beeinflusst einerseits die Ernte des laufenden Jahres, jedoch andererseits auch jene des darauf folgenden Jahres.
Die sich entwickelnden Knospen, sind die Grundlage für die Knospen des nächsten Jahres. Sobald die Triebe genügend gediehen sind, schreitet der Weinbauer zum Aufbinden am Rebstock oder Aufspalieren zwischen den gespannten Drähten der Reben.
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Sommer Besonders in einem heissen Sommer wächst die Rebe sehr rasch. Ist der Fruchtbehang durch günstige Blütebedingungen beträchtlich, erfolgt anfangs Sommer eine Behangsausdünnung («grüne Ernte»), bei der ein Teil der Früchte ausgebrochen wird, damit sich die Kraft der Pflanze auf die Ausreifung der verbleibenden Trauben konzentrieren kann. |
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Herbst All diese Vorgänge und Arbeiten leiten zum grossen Ereignis des Weinbaujahrs – der Weinlese - über.
Der Winzer entscheidet nun im Einklang mit seiner Bewirtschaftung der Weinberge und der Kellerei, unter Einbezug der Bedürfnisse der einzelnen Rebsorten, wann mit der Ernte begonnen wird und plant deren Detailablauf. Der Zeitpunkt richtet sich nach der geografischen Lage der Weinberge, nach den klimatischen Bedingungen, der Gesundheit des Traubenguts sowie des gewünschten Resultats in der Flasche.
Während der Reifezeit, d.h. der letzten Wochen vor der Ernte, wird das Traubengut regelmässig auf seine Säure- und Zuckergehalte, die für den erfrischenden Geschmack und den voraussichtlichen Alkoholgehalt verantwortlich sind, geprüft. Dieser Vorgang erlaubt dem Winzer die Qualität des künftigen Erntegutes abzuschätzen.
Im Laufe des Herbstes verfärbt sich das Laub der Rebstöcke und fällt nach den ersten Frösten ab, ein Vorgang der die Ruhephase des Weinberges einleitet.
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Edelfäulnis der Trauben
Spätlesen |
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